Fanny und Felix: die musikalischen Mendelssohn-Geschwister

In Erinnerung an die „Sonntagsmusiken“ im Hause Mendelssohn wurde die erste Vorstellung der von mir konzipierten szenisch-musikalischen Collage ebenfalls an einem Sonntag präsentiert: Die Premiere fand am 13. November 2022 in München statt. Und mit der ausverkauften Veranstaltung am 22. Januar 2023 in der Seidlvilla in Schwabing ist die erste Vorstellungsreihe nun erst mal beendet.

Das 175. Todesjahr der beiden 1847 verstorbenen Mendelssohn-Geschwister war Anlass, in die Welt von Fanny und ihrem jüngeren Bruder Felix einzutauchen.

Die szenische Collage setzt sich zusammen aus Klavierkompositionen der Geschwister, Auszügen aus Briefkorrespondenzen und aus Fannys Tagebüchern sowie Anmerkungen zum Schicksal einer hochbegabten Frau in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In diesem Programm werden das Leben, die Gedanken und die Klavierkompositionen von Fanny Hensel, geborene Mendelssohn, in der Vordergrund gerückt. Ihr Schaffen wird auf Augenhöhe mit dem berühmt gewordenen Bruder präsentiert. Fanny Hensel komponierte mehr als 460 Werke.
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Brigitte Helbig, Klaus Haderer, Cornelia Bernoulli  ©Horst Stenzel 

Mein Schauspielkollege Klaus Haderer und ich präsentieren spielerisch eine Collage aus den geistreich verfassten Originalbriefen, welche sich die zeitlebens eng miteinander verbundenen Geschwister zu ihren Geburtstagen schrieben.
Den musikalischen Part dieser Hommage übernimmt die Pianistin Brigitte Helbig. U.a. interpretiert sie aus Fanny Hensels Zyklus „Das Jahr“ den Monat September und die Klaviersonate g-Moll sowie Felix Mendelssohn Bartholdys erstes „Lied ohne Worte“ in Es-Dur, das er seiner Schwester zum 23. Geburtstag gewidmet hatte.

Wir hatten das Glück, von der Kultur-Etage der Messestadt, dem Schweizer Verein München sowie von diversen Menschen bei der Erarbeitung der szenisch-musikalischen Collage unterstützt worden zu sein. Und wir freuen uns, dass dieses Projekt sowohl vom Bezirksausschuss Trudering-Riem als auch vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert wurde.

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„Fanny und Felix: die musikalischen Mendelssohn-Geschwister“ ©Horst Stenzel

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Weitere Veranstaltungen mit „Fanny und Felix“ sind geplant.

Hinweis für 2024:

Am Weltfrauentag im Chiemgau:

8. März 2024 „Fanny und Felix: die musikalischen Mendelssohn-Geschwister“ in der Villa Sawallisch, Prof. Wolfgang-Sawallisch-Stiftung, 83224 Grassau.D_Plakat_A3_klein_neu


Infos zu Gastspielen mit „Fanny und Felix: die musikalischen Mendelssohn-Geschwister“ via  c.bernoulli@t-online.de.  Auf Anfrage sind auch Produktionen der letzten Jahre buchbar:

„Wer dich liest, sieht Menschen“ – Carla Mann über ihren Bruder Heinrich Mann  (2021)

In dieser szenisch-musikalischen Collage steht der sehr persönliche Blick von Heinrich Manns jüngster Schwester Carla auf das schriftstellerische Werk ihres Bruders im Mittelpunkt.
Dafür schlüpfe ich als Schauspielerin in die Rolle der Schauspielerin Carla Mann. Sarah Luisa Wurmer begleitet diese Performance mit zeitgenössischen und klassischen Klängen an der Zither und sorgt dafür, dass der Bezug zur Gegenwart erhalten bleibt.
 
 
Theodor Fontane: Ein weites Feld   (2019)
Live-Hörspiel
Modernste Beamtechnik und eine gute Portion Fantasie machen das Unmögliche möglich: Eine Moderatorin kommt in ihrer Live-Sendung mit Fontane in angeregte Gespräche zum Thema Paare. Es geht um die raffiniert geschriebenen Gesellschaftsromane, um Ansichten, Einsichten und Fragen zum Privatleben des berühmten Studiogastes aus dem 19. Jahrhundert. Fontanes mit Witz geschaffene und (tiefen-)psychologisch genau beobachtete Figuren werden in Spielszenen lebendig. Die Radio-Show bietet unbefangene Paarentdeckungen von „Effi Briest“ über „Frau Jenny Treibel“, „L’adultera“, „Mathilde Möhrung“ und „Unwiederbringlich“ bis zum „Stechlin“.
Das Programm wird von meinem Schauspielerkollegen Ernst Matthias Friedrich und mir gespielt.
 
 
Luthers Lust und Liebe – Katharina von Bora   (2017)
Theatercollage
 
Die rund 500 Jahre alte ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen dem Reformator Martin Luther und Katharina von Bora. Luther und Bora privat: Originalzitate werden mit fiktiven Dialogen gemischt. Ein Schauspieler und eine Schauspielerin nähern sich der Beziehung zwischen dem berühmten Mönch und der fast so berühmten Nonne spielerisch und ungeniert an. Mit Seitenblicken auf das Beziehungsleben von Reformationsmitstreitern wie Melanchthon, Spalatin und dem Zürcher Reformator Huldrych Zwingli. Liebe und Lust in Zeiten der Reformation. Aus unserer Gegenwart heraus betrachtet von Kollege E. Matthias Friedrich und mir.
 
Weitere Informationen zu den von mir konzipierten, szenischen Produktionen finden Sie unter „Inhalt“.

                                              

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